Infoblatt, Nr. 12 - Burgergemeinde Laupen, Baugenossenschaft Sense, BGL Wärmeverbund AG

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Infoblatt, Nr. 12

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Infoblatt 2/2016, Ausgabe Nr. 12


Bericht zu den „Fahrenden“
Im Sommer 2016 wurde Laupen gleich dreimal von den „Fahrenden“ als vorübergehender Standort gewählt. Das überraschende Auftauchen, mit teilweise mehr als 100 Wohnwagen, Fahrzeugen und den dazugehörenden Bewohnern, beschäftigte nicht nur den B-Rat, sondern auch die EG Laupen, die Landpächter und die an das annektierte Gelände angrenzenden Anwohner. Die Verhandlungen mit den Verantwortlichen der „Fahrenden“ gestalteten sich jedesmal als sehr aufwändig und mühsam. Gegen Abgeltung des verursachten Kulturschadens, dem Bereitstellen von Frischwasser und Entsorgungsmöglichkeiten, wurden die „Fahrenden“ ein erstes Mal für eine begrenzte Zeit geduldet. Beim 2. und 3. Besuch wurde den „Fahrenden“ klar und deutlich bekundet, dass ihr Aufenthalt nicht geduldet werde. Meist verliessen die „Fahrenden“ das Areal in etwa am vereinbarten Termin, hinterliessen jedoch oft Unannehmlichkeiten, welche aufwändig beseitigt werden mussten. Den Pächtern der beanspruchten Flächen entstand erheblicher Schaden. Mit der von den „Fahrenden“ geleisteten Entschädigung war es der BG immerhin möglich, die Pächter für den erlittenen Schaden angemessen zu befriedigen. Die aufgebrachten Anwohner, welche sich durch die „Fahrenden“ erheblich gestört fühlten, konnten durch uns und die Behörden nur teilweise beruhigt werden. Fazit der aufwändigen Aktionen ist, dass es uns im Rechtsstaat nicht so einfach gelingt, umgehende Massnahmen zu ergreifen, um zum Beispiel eine sofortige Wegweisung zu erreichen. Jedem steht das rechtliche Gehör zu und rechtskräftige Entscheide sind innert einer äusserst kurzen Frist unmöglich. Bleibt letztendlich das grundsätzliche Problem, nicht nur in Laupen, sondern wahrscheinlich schweizweit, wie künftig mit den „Fahrenden“ umzugehen sein wird. Bedauerlich ist die Feststellung, dass sich die „Fahrenden“ meist im Recht fühlen, sich entsprechend verhalten und die Unmöglichkeit zu Reaktionen genau kennen.

Wärmeverbund

Es ist vollbracht!

Wie immer geplant, konnten wir die dritte und vorerst letzte Etappe des Wärmeverbundes bis zum Herbst 2016 realisieren. Ab Verzweigung Mühlestrasse – Zollgässli, weiter Richtung Stedtli sowie Läubli und Kreuzplatz wurden die Strassen diesen Sommer aufgebrochen und weitere hunderte Meter Wasser- und Datenleitungen verlegt. Auf dem Weg dahin wurde nebst dem Bärenplatz 8, dem Rest. Bären auch die Post und viele weitere angeschlossen. Einige Häuser vom Läubli sowie am Kreuzplatz, wie auch das Burgerhaus, geniessen Wärme aus dem Wärmeverbund. Um ein so grosses Projekt realisieren zu können, benötigt es nicht nur die Unterstützung der Behörden, sondern auch die Kunden des Verbundes. Ohne ihr Vertrauen in uns und in das Projekt ist so etwas nicht machbar. Trotz den manchmal schwierigen Situationen in den Quartieren und im Stedtli, kam es zu keinen grösseren Einschränkungen und Behinderungen. Die Zu- und Durchfahrt war zu jeder Zeit gewährleistet. Dafür benötigte es das Verständnis der ganzen Bevölkerung, der Einwohnerinnen und Einwohner von Laupen, insbesondere auch von den Anstössern am Leitungsnetz und somit den direkt Betroffenen. Wir waren stets bestrebt, rechtzeitig zu informieren, entsprechende Signalisationen zu installieren und die Einschränkungen möglichst kurz zu halten. Für das Umsetzen und den reibungslosen Ablauf der Arbeiten danken wir allen Handwerkern und Planern der an der Realisierung beteiligten Firmen, wie auch den Behörden, deren Verwaltungen und Mitarbeitern.
Somit dürfen wir erfreut festhalten, dass ca. 90% des Gesamtprojekts innerhalb des vorgesehenen Zeitplans realisiert werden konnte. Was zurzeit noch aussteht, sind die Wohneinheiten der Burgergemeinde im Hirsried, welche kurz vor dem Bau stehen und auch am Netz angeschlossen werden.


Realisierung Umbau Liegenschaft Linde Laupen

Am 30. November 2015 hat die Burgerversammlung einem Verpflichtungskredit für den Umbau der Liegenschaft Linde Laupen zugestimmt. Das Architekturbüro Markus Jenni aus Neuenegg hat den Auftrag zur Realisierung des Umbauprojektes erhalten. Nach erfolgter Planung, dem Baubewilligungsverfahren und den Auftragsvergebungen wurde Mitte August mit den Umbauarbeiten im UG begonnen. In der ersten Phase wurde die ältere Ölheizung herausgerissen, der Heizöltank zerlegt und dem Recycling zugeführt. Auch wurde mit der Isolation und Sanierung der alten Decken und der Wände begonnen. Der Baumeister startete seine Maurerarbeit mit dem Bau des Serverraums und des Archivs. Die Installateure begannen mit der Montage der neuen Heizung (Anschluss an den Wärmeverbund).
In der Wohnung im II. OG begann die sanfte Renovation der Räumlichkeiten. Zwei grosse Zimmer enthalten immer noch das über hundert Jahre alte Decken- und Wandtäfer mit Füllungen und Friesen. Der alte Kachelofen wurde zu Dekorationszwecken wieder sichtbar gemacht und von seiner kürzlich angebrachten Plattenverkleidung befreit. Bei einer Zimmerwand wurde die kürzlich angebrachte neue Gipsverkleidung entfernt und das alte Täfer zum Vorschein gebracht. Auf Wunsch der Denkmalpflege wurde alles Täfer wieder mit Ölfarbe gestrichen. Die neuzeitlichen Kunststoff-Bodenbeläge wurden alle entfernt und das darunterliegende schöne, alte Parkett (Kiefernholz) wurde geschliffen und geölt und zu neuem Leben erweckt. Die meiste Arbeit wurde in die Wohnung des I. OGs investiert. Da die beiden Wohnungen keinen separaten Eingang hatten, musste die ganze Eingangspartie neu erstellt werden. Das heisst: Es mussten Mauerdurchbrüche, statische Verstärkungen sowie grössere Umänderungen im Korridor und Küchenbereich vorgenommen werden. Ende September wurde mit der Montage und dem Ersatz der alten DV-Fenster begonnen und die bestehenden neueren Parkettböden wurden geschliffen und neu geölt. Alte Spannteppiche wurden entfernt und durch neue Parkettböden ersetzt. Die Malerarbeiten in den beiden Wohnungen sind seit Mitte Oktober abgeschlossen.
Im Parterre ist der Umbau der behindertengerechten WC-Anlage fertiggestellt. Im neuen Büro, Versammlungslokal und Sitzungszimmer sind die baulichen Massnahmen fast abgeschlossen und warten auf den Schlussanstrich. Im Aussenbereich sind die neuen Parkplätze erstellt und es wird zügig an den Umgebungsarbeiten gearbeitet. Die neuen Büromöbel, Einrichtungsgegenstände und IT-Einrichtungen sind bestellt und teilweise bereits geliefert. Pünktlich konnten wir am 22. Oktober den Burgeranlass in der Linde durchführen und den Burgerinnen und Burgern die ausgeführten Umbauarbeiten präsentieren. Im November kann das Büro der Burgergemeinde vom Tulpenweg 47 an den neuen Standort „Linde“, Bärenplatz 8, gezügelt werden.


Hangrutsche und Felsabbrüche am Senserain
Entlang der Kantonsstrasse

Diesen Sommer hat es am Senserain mehrere Hangrutsche und Felsabbrüche gegeben. Das Strasseninspektorat Mittelland Nord hat in Zusammenarbeit mit der Firma Geotest und der Waldabteilung Mittelland diverse bauliche Massnahmen, zum Schutz der Kantonsstrasse, in die Wege geleitet. Zudem wurden weitere kritische Bäume gefällt. Die gesamten Kosten für die baulichen Arbeiten wie auch für die Fällarbeiten (Fr. 60‘000.00 nur für das Fällen der Bäume) wurden vom Kanton Bern finanziert.

Fussweg zur alten Bernstrasse
Auch der Weg vom Entenweiher in Richtung alte Bernstrasse wurde durch einen Felsrutsch verschüttet. Die Freilegung des Weges ist Sache der Burgergemeinde Laupen. Die Fachspezialisten haben sich geeinigt, dass ein Befahren des Weges beim Hangrutsch in Zukunft nicht mehr möglich ist und der Weg nur noch zu Fuss genutzt werden kann. Die Aufräumarbeiten sind gemacht und die Fachspezialisten werden noch in diesem Monat die Schlusskontrolle durchführen. Die Freigabe des Weges für Fussgänger wird auf anfangs November 2016 erwartet.


Überbauung Hirsried
Erschliessung
Das Baugesuch für die Erschliessung wurde bei der Gemeinde Laupen eingereicht. Der Baubeginn für die Erschliessung ist auf Ende November 2016 geplant.

Hochbauten
Das Baugesuch für zwölf Doppeleinfamilienhäuser (24 Einheiten) wurde ebenfalls bereits bei der Gemeinde Laupen eingereicht. Das Projekt kann unter folgender Internetseite betrachtet werden: http://www.pb-architektur.ch. Der Beginn der Bauarbeiten ist auf den Frühling 2017 geplant. Für die freistehenden Einfamilienhäuser (10 Einheiten) haben die ersten Gespräche / Reservationen mit zukünftigen Baurechtsnehmern begonnen. Ein Baubeginn der ersten Häuser ist ebenfalls auf den Frühling 2017 geplant.

Betreutes Wohnen
Der Burgerrat hat zusammen mit dem Vorstand des Betagtenzentrums erste Gespräche über ein mögliches Projekt für betreutes Wohnen im Hirsried geführt.


Termine
28. November 2016  Versammlung der Burgergemeinde Laupen

Infoblatt. pdf

 
 
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